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Redaktions- und Anzeigenschluss:
22. Februar 2015
Von Gohrisch zum Gohrischstein

gohrischsteinSie waren in der Sächsichen Schweiz, aber nicht auf dem Gohrisch - dann haben Sie etwas verpasst. Für die Tour können Sie Ihren Weg auswählen von „leicht“ bis „schwierig“. Aber egal, wie Sie den Stein erklimmen, er belohnt Sie mit einer wahrhaft faszinierenden Rundumsicht.



Aber bis dahin haben wir noch etwas Zeit - je nach Wandertempo zwischen 1 und 2 Stunden. Als Ausgangspunkt haben wir den Kurort Gohrisch gewählt. Dort gibt es ausreichend Parkplätze, außerdem kann man sich vor dem Start (natürlich auch nach der Tour) in einer der vielen gemütlichen Gaststätten stärken und den ersten Durst stillen. Besonders zu empfehlen sind die Restaurants „Annas Hof“ und „Zur Erholung“ auch deshalb, weil sie unmittelbar am Ausgangspunkt der Wanderung liegen. 

Gerade mal 100 Meter nach den benannten Restaurants gabelt sich die Straße. Am rechten Abzweig steht ein Wander-Wegweiser der uns den Weg durch den Stillen Grund zum Gohrischstein weist. Rund 30 Minuten sind für das Teilstück veranschlagt. An seinem Ende stoßen wir auf die Gohrischsteinpromenade. „Links“ oder „rechts“, diese Entscheidung ist hier fällig. Folgt man der Promenade nach links, gelangt man nach wenigen Metern auf den Parkplatz und von dort aus über den leichteren Aufstieg zum Gipfel. Wir haben den Weg nach rechts über die Westseite gewählt. 

Nach 10 Minuten gemütlicher Wanderung weist uns ein Schild zum Aufstieg. Nach kurzem Anstieg kann man sich nochmal entscheiden für den normalen Aufstieg oder die schwierige Route durch die Falkenschlucht. Letztere haben wir gewählt. Unsere Entscheidung wird nach wenigen Metern durch eine bizarre Felsformation belohnt, die einen herrlichen Ausblick gen Königstein und Pfaffenstein bietet. 

Hier beginnt auch der Aufstieg durch die Falkenschlucht. Eine steile Treppe, unterbrochen durch stabile Leitern (Foto oben) führt direkt durch eine Felsspalte. Die Bezeichnung „schwierig“ ist sicher nicht ganz falsch, aber der Weg ist für nicht ganz ungeübte Wanderer, die zumindest ordentliches Schuhwerk an den Füßen tragen kein Problem. Man muss sich auf die Tritte konzentrieren, hat aber trotzdem genügend Freiheit, die Schönheit dieses Weges zu genießen. 

Nach wenigen Minuten und kurzen Verschnaufpausen haben wir den oder besser die Gipfel erreicht. Der Gohrichstein zeigt sich uns eher als ein zerklüftetes Platteau. Jeder der „Teilgipfel“ bietet andere, aber stets faszinierende Blicke über das Elbsandsteingebirge. Fast zum Greifen nahe beispielsweise der Papststein. Etwas weiter entfernt Pfaffenstein, Königstein und Lilienstein. Man blickt auf Gohrisch und Papstdorf und schaut bis hinüber ins Schrammsteingebiet.

Stimmen Wetter und Sicht, sollte man für den Gipfelaufenthalt schon eine Stunde einplanen - bei einem Picknick die Aussichten genießen, das passt hier oben wunderbar zusammen. Der Abstieg ist schnell bewältigt, schon nach wenigen Minuten erreicht man über die Ostseite den Parkplatz. Von hier aus geht es durch den Stillen Grund zurück in den Kurort Gohrisch. 

Rolf Westphal

 

 
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